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Jack O'Lantern – Die Legende

Beitrag vom 05.10.2015


Jack O'Lantern – Die Legende
Zum gruseligen Halloween-Abend gehören auch Schauergeschichten, am besten welche, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Wie wäre es dieses Jahr mit der Geschichte, wie es überhaupt zur Tradition der Kürbislaterne kam. Eigentlich kommt dieser Brauch aus Irland und wurde von Einwanderern nach Amerika gebracht und ist inzwischen auch in Europa verbreitet. Jack O'Lantern heißt „Jack mit der Laterne“, und um ihn geht es auch in der Entstehungsgeschichte der Kürbislaterne.

Der erste Deal mit dem Teufel


In Irland lebte einst ein Hufschmied, dessen Namen Jack Oldfield war. Jeder wusste, dass Jack nicht nur geizig war, sondern auch gern einen über den Durst trank, weshalb man ihn meist in seiner Lieblingskneipe fand. An einem Abend vor Allerheiligen saß Jack mal wieder bei seinem Wirt, als plötzlich der Teufel vor ihm stand und ihn von dieser Welt nehmen wollte. Jack bettelte inbrünstig um ein letztes Glas seines geliebten irischen Bieres, bevor er mit dem Teufel mitgehen sollte. Der Teufel ging auf den Deal ein, hatte jedoch kein Geldstück zur Hand, um das Bier zu zahlen, weswegen er sich selbst ihn eines verwandelte. Jack hatte nun die glänzende Idee, das Geldstück in seine Geldbörse zu stecken, statt das Bier zu bestellen. In der Geldbörse war auch ein kleines silbernes Kreuz, das verhinderte, dass der Teufel seine ursprüngliche Gestalt annehmen konnte. Nach wildem Fluchen des Teufels forderte Jack 10 weitere Lebensjahre und die Bedingung, dass der Teufel ihn zu einem erfolgreichen Schmied mache, nur dann entließe er ihn aus der Geldbörse. Missmutig stimmte der Teufel zu und erlang wieder seine Gestalt.

Der zweite Deal mit dem Teufel


Jack war in den folgenden Jahren erfolgreich aber bei den Mitmenschen sehr unbeliebt, weil er nichts als Lügen und Betrügereien kannte. Als der Teufel ihn pünktlich nach 10 Jahren abholen wollte, begegneten sie sich auf einer Landstraße. Wieder verhandelte Jack mit dem Teufel und bat diesmal um einen letzten Apfel vom schönsten Apfelbaum am Wegesrand. Der Teufel ging auch auf diese Bitte ein und kletterte sogar selbst auf den Baum hinauf, um Jack den sehnsüchtig verlangten Apfel selbst zu pflücken. Kaum war der Teufel auf dem Baum, ritzte Jack ein Kreuz in dessen Stamm, so dass der Teufel abermals festsaß. Diesmal forderte Jack, dass der Teufel ihn und seine Seele für immer in Ruhe lassen solle, worauf dieser sich in Anbetracht seiner misslichen Lage einließ.

Kein Einlass für Jack


Nachdem Jack noch einige Jahre mit unehrlichen Geldgeschäften in Reichtum lebte, starb er und wollte in den Himmel. Dort kannte man jedoch seine bösen Taten seinen Mitmenschen gegenüber und wollte ihn auf keinen Fall einlassen. Trotz Bitten und Betteln blieb die Himmelspforte für ihn verschlossen und er musste wohl oder übel den Weg in die Hölle antreten. Als er mit hängenden Schultern vor dem Teufel stand und lieber in die Hölle eingelassen werden wollte, statt in der kalten und windigen Nacht bitterlich zu frieren, verwehrte auch der Teufel im den Einritt und erinnerte ihn an die Forderung, seine Seele für immer in Ruhe zu lassen.

Jack O'Lantern


Jack wurde vom Teufel in die Nacht hinaus geschickt mit der Aufforderung, auf der Erde auf das Jüngste Gericht zu warten. Weil es stockdunkel war, beschwerte Jack sich, er fände den Weg zurück nicht mehr, woraufhin der Teufel ihm ein Stück heiße Kohle entgegen warf, mit dem er seinen Weg beleuchten solle. Das Kohlstück war jedoch so heiß, dass Jack es unmöglich in Händen halten konnte. Der Teufel fand in Jacks Tasche einen Kürbis, den er als Wegproviant dabei hatte, höhlte ihn aus, schnitzte eine Fratze in die Schale und legte das Stück Kohle hinein. Mit dieser Kürbislaterne in der Hand schickte er Jack von dannen. Seit dieser Zeit irrt Jack O’Lantern zwischen den Welten umher. In der Nacht vor Allerheiligen (1.November) kann man ihn sehn und sein Gejammer hören. Er ist ein Zeichen für alle Seelen, die weder im Himmel noch in der Hölle einen Patz gefunden haben.