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Kürbis - Obst oder Gemüse?

Beitrag vom 18.09.2014


Kürbis - Obst oder Gemüse?
Eigentlich ganz klar, oder? Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Himbeeren zum Beispiel sind Obst. Gurken, Zucchini, Möhren und Blumenkohl sind Gemüse. Ja, aber wohin gehört nun der Kürbis? Kann man das irgendwie bestimmen?

Ja, man könnte sicher eine ungenaue Möglichkeit finden, Obst von Gemüse zu unterscheiden: Obst isst man mit Zucker und Gemüse mit Salz und Pfeffer. Aber das trifft leider nicht immer zu.

Also müssen wir zur Erklärung wohl eine andere Theorie anwenden. Melonen und Kürbisse gehören zur gleichen Pflanzenfamilie wie Gurken und Zucchini. Aber Melonen gehören zum Obst und Kürbisse zum Gemüse. Anscheinend lassen sich manche Dinge doch nicht so eindeutig zuordnen und manches scheint willkürlich eingeteilt worden zu sein. Eine Regel besagt, dass Obst auf Bäumen wächst, Gemüse aber am Boden. Aber das trifft nicht überall zu, denn Beeren, Ananas und auch die Melone wachsen ja nicht auf Bäumen. Die Theorie, dass Obst im Gegensatz zu Gemüse viel mehr Fruchtzucker enthält, lässt sich auch nicht auf alles übertragen. Denn die Zitrone hat zum Beispiel wenig Fruchtzucker, einige Gemüsesorten haben viel mehr als manche Frucht. Dann gibt es noch die Überlegung, ob alle Früchte aus den Blüten der jeweiligen Pflanze entstehen und das Gemüse aus den Wurzeln oder Blättern. Dem entgegen spricht, dass das auch auf Zucchini, Tomaten oder Gurken zutrifft, die ja eindeutig zum Gemüse und nicht zum Obst zählen.

Bleibt also nur noch eine letzte Unterscheidung, die tatsächlich auf fast alle Obst- und Gemüsesorten zutrifft:
Obst sind essbare Früchte oder Samen, die von mehrjährigen Bäumen oder Sträuchern stammen. Die Pflanze bildet jedes Frühjahr aufs neue Blüten und daraus entstehende Früchte. Das kann sich, wie bei einem Apfelbaum, viele Jahre wiederholen.
Gemüse stammt meist von einjährigen Pflanzen, die nach spätestens zwei Jahren absterben, weshalb man Gemüse wie Tomaten, Salat, Möhren und Zucchini jedes Jahr aufs neue einsetzen muss, um im Sommer oder Herbst ernten zu können. Gemüse können verschiedene Pflanzenteile sein, nicht nur die Samen oder Früchte. Möhren sind zum Beispiel die Wurzeln der Pflanze, Salat sind die Blätter. Manche sind auch jung essbar und müssen nicht ganz ausreifen.

Also gehört der Kürbis zur Kategorie Gemüse.


Die große, oft kugelrunde Frucht, gehört zur Familie der Gurken und Zucchini. Sie besteht aus einer Schale, die meist kräftig und hart ist. Der Kürbis ist meist mit flachen, großen Samenkörnern gefüllt und wird schon seit mehr als 10.000 Jahren verspeist. Bis vor ein paar Jahrzehnten wurde der Kürbis in unseren Breitengraden eher als Dekorationsgegenstand oder für die Kinder als Halloween-Utensil benutzt. In Amerika allerdings gibt es schon eine große Reihe von Rezepten, bei denen der große, süße „pumpkin“ verwendet wird.

Der bekannteste der Kürbisse ist wohl der große orange, den man Big Rock oder Big Mama nennt und der sowohl als Speise- als auch als Schnitzkürbis verwenden kann. Er kann bis zu zehn Kilogramm schwer werden und ist für Halloween am besten geeignet.

Der Hokkaido, der kugelrund oder breitrund und leuchtend orange ist, ist eine Variante des Riesenkürbisses und stammt ursprünglich aus Japan. Er wird nur 1 bis 2 Kilogramm schwer und kann mit Schale verzehrt werden. Er hat sich in den letzten Jahren als „König der Kürbisse“ entwickelt und schmeckt durch seinen nussigen Geschmack vielen Leuten, sogar den meisten Kindern. In vielen Kürbisrezepten wird er als Grundlage verwendet, da er einfach zu verarbeiten ist und ein nussig schmeckendes Fruchtfleisch, das keine Fasern hat, wie manch andere Sorten.

Oft findet man auf Märkten auch den Patisson, einen keinen, weißen, ovalen Kürbis oder den Winterkürbis an, der groß ist und eine blassorange, wachsartige Schale hat. Auffällig ist auch der Spaghettikürbis, ein blassgelber Kürbis in ovaler Form mit faserigem Fruchtfleisch.