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Kürbiszeit

Beitrag vom 08.09.2014


Kürbiszeit
Hört man das Wort „Kürbis“ bildet sich vor unserem geistigen Auge automatisch das Bild eines orangen leuchtenden Riesenkürbis, der im Herbst in vielen Gärten zu sehen ist und auf den der Besitzer je nach erreichter Größe besonders stolz ist. Es gibt sogar Wettbewerbe, bei denen die Kleingärtner ihre Exemplare ausstellen, bewerten und wiegen lassen, um den ersten Preis zu gewinnen. Zudem sehen wir um die Halloween-Zeit eine Gruppe verkleideter Kinder abends wenn es dunkel wird in Verkleidungen durch die Straßen der Stadt ziehen.

Sie tragen einen Riesenkürbis vor sich her, aus dem ein Gesicht geschnitzt wurde (je grausiger desto besser) und klingeln an allen Haustüren, um mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ die Bewohner dazu zu animieren, ihre Süßigkeiten aus dem Schrank zu holen und den kleinen „Plagegeistern“ zu schenken.

Der Nutzen des Kürbisses für die Gesundheit



Dass es an die 500 verschiedene Kürbissorten gibt, wissen wohl die wenigsten. Einige Kürbisse sind als Heilpflanzen sehr nützlich, allerdings nicht die Sorten, die wir hier in den Gärten antreffen. Vor allem in Ungarn und der Steiermark gibt es ausschließlich für Heilzwecke angebaute Kürbisse, die schalenlos sind oder deren Schale weich ist. Die Heilkraft des Kürbisses bei Beschwerden wie Prostatavergrößerung, Schwäche des Beckenbodens oder bei einer Reizblase lässt sich wissenschaftlich beweisen und ist auch im Fernsehen in einigen Produktwerbungen zu sehen. Der Inhaltsstoff Phytosterol, der in manchen Kürbiskernen vorhanden ist, lindert Prostatabeschwerden, indem er die Bildung des Hormones Dehydrotestosteron hemmt, das laut Medizin für die gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH) verantwortlich ist.

Es führt dazu, dass die Blase schneller entleert wird und das Gefühl, noch Restharn zu haben, deutlich weniger wird.
Noch nicht durch Studien belegt werden die Vermutungen, dass Kürbiskerne bei einer Blaseninfektion helfen können, einen erhöhten Cholesterinspiegel senken, als Vorbeugung für Krebs dienen, bei Hauterkrankungen und bei Immunschwäche unterstützend wirken.
Doch selbst gesunden Menschen, schadet es nicht, Kürbisse oder Kürbiskerne zu sich zu nehmen, da es ein Gemüse ist, das im Verhältnis zu anderen Gemüsesorten, viele Schutzwirkungen für den Körper hat.

Die gesunden Inhaltsstoffe des Kürbisses



Neben den hohen Ballaststoff- und Wassergehalt, die für eine gesunde Verdauung sorgen, und den niedrigen Kalorien (nur ca. 26 kcal pro 100 Gramm) liefert der Kürbis noch einige andre gesunde Inhaltsstoffe:
  • Beta-Carotin, auch Provitamin-A genannt, reduziert Oxidationsprozesse, reguliert das Zellwachstum und steuert Reaktionen des Immunsystems
  • Vitamin E gilt als Anti-Aging-Vitamin und schützt vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Alzheimer
  • Lutein und Zeaxanthin (sekundäre Pflanzenstoffe) dienen als Antioxidantien für den Schutz der Sinneszellen in der Netzhaut der Augen. Diese sind sehr empfindlich vor allem gegen das schädliche UV-Licht der Sonne.
  • Kalium ist in hohem Maße vorhanden und hilft bei der Entwässerung des Gewebes und schwemmt damit Giftstoffe aus dem Körper
  • Selen schützt den Körper durch seine Eigenschaft, Schwermetall zu binden und antioxidativ zu wirken, vor freien Radikalen und steigert die körpereigene Abwehrkraft.


Die Wirkung der Kerne und Öle



Die Zusammensetzung der Kürbiskerne und des aus ihnen gewonnen Kürbiskernöls ist eine andere. Beide haben viel Kalorien, das Öl sogar 900 kcal/ml (ein Spitzenwert im Vergleich zu anderen Ölen) weshalb sie nicht zu großzügig verwendet werden sollten. Die Kerne enthalten viele Ballaststoffe und das wichtige Vitamin E und Eisen. Für den Körper sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren lebensnotwendig, diese sind in Kürbiskernen und dem Öl in hohem Maße enthalten, weswegen sie zu einer guten Ernährung beitragen können und in keiner Küche fehlen sollten.

Die Farbe des Kürbiskernöls ist eher dunkel und grün, es hat einen starken Eigengeschmack, weshalb es nicht zu allen Speisen passt. Am besten kann es bei kräftigen oder rustikalen Salaten verwendet werden, bei der Zubereitung von Rettich oder Bohnen, oder auch zum Einlegen von Rindfleisch. Am ehesten zu finden ist es in Naturkostläden oder in gut sortierten Lebensmittelläden.